Mädels, ich beschäftige mich ernsthaft mit der Frage, wer eigentlich von meiner Diät profitiert! Ich jedenfalls nicht! Vielleicht doch – aber leider immer nur kurzfristig! Nach dem Abspecken von 5 kg und stolzem Blick auf die nicht mehr an deiner Hüfte haltende Hose rennt man sofort zu dem Schneider des Vertrauens und lässt dort triumphierend die guten 3 cm vom Stoff abschneiden. Doch was nun, wenn man die 5 kg wieder rauf hat! Oder schlimmer! Mehr als 5 kg!

Blusenausschnitt

Dann rennt man wieder zu dem Schneider deines Vertrauens und hofft inständig, er kann die Hose retten. Stattdessen wird etwas Stoff von den anderen Hose der glücklichen Besitzerin, die grad abgenommen hat da reingenäht und nicht mehr ganz dem glücklichen Besitzer der Hose präsentiert. Soll man sich etwa durchdringen und der Welt zeigen, dass die 3 cm wieder drauf sind? Hell-dunkle-blau der Jeans stellt das prima zur Schau! Also lässt man das sein, freut sich für die Unterstützung des Schneiders und rennt ins Geschäft. Um das schlechtes Gewissen für die eigene Zunahme zu trösten, holt man sich etwas teure Jeans, da sie ja den „Zuwachs“ prima kaschieren! Ja, die 20 € mehr! Aber so unterstützt man die Wirtschaft! Schicke Hose und kein passendes Oberteil? Das muss man schnell ändern und holt noch einen schicken Pulli dazu. „Das Geld kommt wieder“, tröstet man sich. Dass aber am nächsten Tag noch Beitrag für das Fitnessstudio abgebucht wird, verdrängt man lieber. Apropos Fitnessstudio! Wer denkt, dass es beim monatlichen Beitrag bleibt wird eines Besseren belehrt. Nach dem Sport ist Eiweiß empfehlenswert. Und da man nach 2 Stunden Laufen, heben und schwitzen kaum bis Zuhause aushält, stürzt man sich auf diesen gesunden leckeren Erdbeermilkshake. Dass Ernährung neben dem Sport eine wichtige Sache ist, wird dir im Studio überall durch Poster suggeriert. Da sitzt man auf der Toilette, wird ganz nett von einem dünnen Mädchen angelächelt, das verspricht dich in die Geheimnisse der Ernährung einzuweihen, die dich nach nur 3 Monaten zu einem anderen Mensch formen. Und wieder blecht man – ist ja eine Zusatzleistung. Mit dem frustrierenden Ergebnis, dass die Regel „mehr als 50 % der Gemüse auf dem Teller“ einen dazu bewegt direkt danach ins Café zu laufen, sich einen richtig großen Brownie zu bestellen und das Gefühl zu haben, jetzt ist was in meinem Magen drin. Da macht man neben dem Gemüsehändler auch noch den Bäcker glücklich. Sozialer und wirtschaftsförderlicher kann man gar nicht sein! Bis eines Tages der Stoff auf der neuen schicken Hose seine Dehnstrapazitäten überzogen hat. Dann sehnt man sich an das Geldausgeben für den Gemüseteller zurück, verbringt mehr als 2 Stunden im Fitnessstudio und schafft es soweit, dass man wieder zum Schneider geht und den 3cm-Stoff wieder entfernen lässt. Lieber Schneider, du siehst, du bleibst versorgt.

Olja

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