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Bei mir und Binz war es die Liebe auf den ersten Blick. Ich besuchte damals mehrere Orte an der Ostsee, auch Prora. Dieses Seebad ist bekannt für das „Koloss“, ein 4,5 km langes Gebäude. Einmalig weltweit! Statt also meinen verschwitzten Körper im Meer zu baden, tat ich mir die Qual an, all die 4,5 km in der Hitze durchzugehen. Ja, verrückt, nahezu ein Verbrechen an sich selbst. Ich geb es zu. Irgendwann kann man nicht mehr, wenn man am Ende dieses fünfstöckigen Betonkasten angekommen ist. Und so durfte ich in ein Auto eines nettes Paares steigen, das mich nach Binz brachte. Allein schon der Anblick all diesen weißen, süßen Häuschen nach Tonnen von grauen Betons tat mir soooooo guuuut! Ich war verliebt und wollte unbedingt bleiben!!! Doch alle alle Zimmer waren ausgebucht. Nur eine Suite für 300 € pro Nacht war frei. Wie verliebt ich auch war, das Geld sollte aber mein Portmonee nicht verlassen. Also nahm ich den letzten Zug und fuhr seufzend davon …

Doch ein paar Jahre später kam Binz selbst zu mir. Und zwar in Form von einer Mail. Ein Freund von mir verbrachte dort romantische Tage und empfahl mir nachdrücklich das Gleiche. Wie konnte ich es nur wagen dieses Örtchen zu vergessen! Ich buchte dann sofort ein Wellness-Wochenende für mich und meinen Freund im Strand-Hotel. Binz war schon zu DDR-Zeiten etwas Exklusives. Auch heute findet man dort Snobs auf Porsche und BMW. Von daher, in Binz schon mal mit quietschenden Reifen rechnen. Aber wen stört das, wenn man sich mitten in der Idylle steht, Meer vor dir und zarter, kitzelnder Sand unter deinen Füßen.

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Die Städtchen ist klein. Man ist in 2 Stunden fertig! Gut so, so hat man endlich die obligatorische Checkliste mit „das muss ich noch sehen“ fertig und nimmt Zeit für kuschelige Momente am Strand. Herrlich! Strandhotel bit uns einen schönen Blick aufs Meer! Sogar als es regnete, saßen wir vor dem Fenster und bewunderten den Aufstand der Wellen und Verschmelzung mit dem grauen Himmel. Und wenn man genug von der Naturschauspiel hat, geht man ins SPA und wird von einer netten Dame mit Massage ins Schlaf geschickt. Das war keinesfalls verschlafenes Geld! Eher eine Investition in eine Erholung.

Köstlichkeiten sind im Urlaub Pflicht! Es soll ja auch eine Erholung vor der ewigen pflichtbewussten Ernährung sein. Frühstück im Strandhotel hat diesen Zweck wunderbar erfüllt! All die leckere Fische, Croissants und Müslis! Wundert euch nicht über die Mischung! Ich konnte mich nicht entscheiden! Und ja, Sanddorn-Marmelade war auch da! Es ist in der Gegend sehr beliebt, von daher war ich mit Vitamin C mehr als genug ausgerüstet. Hörst du Gewissen, lässt du mich jetzt ruhen!? Fischrestaurant war ganz okay. Alles was in Butter gebraten wird, ist lecker. Es lag mir danach nur schwer im Magen.

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Strandhalle dagegen ist ein Traum! Ja! Ich würde jedes Wochenende allein wegen dieses Restaurants nach Binz fahren. Ich denke das Menü und der Preis sprechen für sich!

IMG_6211Es war so so so lecker! Ich wünsch, eurer PC könnt jetzt auf den Druck der Befehlstaste anfangen diese köstliche Düfte auszuströmen, so dass ihr unüberlegt gleich in fern ersten Zug nach Binz steigt. Und dieser Scheiterhaufen ist einfach toll! Ein leckeres Vanilleeis ummantelt von geraspelten Äpfeln! Auf die Idee muss man erst kommen! Hab es probiert nachzumachen, aber es liegen wohl noch viele Versuche vor mir.

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Das tolle ist, davor findet man einen echt unglaublichen Standesamt! Man setzt sich in ein UFO und schwingt in die Planet Richtung Ehe. Und dabei hat man den unglaublich weiten Blick auf das Meer. Einst als Rettungsstation von Ulrich Müther – dem Architekten – gebaut. Sicherlich kennt jeder die berühmte „Füße“ des Fernsehturms in Berlin. Die sind auch von ihm. Was spricht jetzt dagegen in Binz „Ja“ zu sagen und Gäste mit Scheiterhaufen in Strandhalle zu verwöhnen. Man muss nur noch den Mann überzeugen, dass die Fahrt im „UFO“ nicht schlimmes mit sich hat.
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Und ja, eins will ich euch nicht vorenthalten! Die traumhafte Aussicht aus dem Jagdschloss auf die Insel! Wunderschön! Und die Innenarchitektur des Schlosses raubt jedem Gast den Atem. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Probiert mal die nach oben künstlich geritzte wendende Treppe durchzulaufen und dann dieses Foto zu schießen ohne ohnmächtig zu werden!

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Zum Glück konnten wir mit der Bäderbahn danach zurück ins Binz. Waren schon kaputt nach so einer Herausforderung. Und was gibt es besseres als in einem hübschen Lokal ein regionales Bier zu trinken. Und dieser Kupferrot in Fritz brachte mir gleich ein paar Einrichtungsideen für meine Wohnung!
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Nach Hause sind wir ganz erholt, bester Laune und irgendwie auch traurig gefahren. Keine Sorge, Binz! Wir kommen wieder!!!

Olja

 

5 Kommentare

  1. OHHjaaa Binz lieb ich auch total und dein Schrfeiben hier dazu ist so perfekt passend…da komm ich grad ins träumen und warte auf nächste Jahr denn da darf ich wider dahin fahren 🙂

    Bussi Melie

    P.S: Bin happy das ich eure tollen Blog gefunden hab durch Danny 🙂

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    1. confeta

      Das ist ja toll, dass du zu uns gefunden hast, Meile! Und unbedingt die Strandhalle besuchen! Es ist soooo lecker! Wünschen dir schon mal im vorab schöne Zeit dort 🙂

      Antworten

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