Die Großrussin von Stefan Schwarz

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Ich bekam zum Geburtstag dieses Buch und tat mir 1 Jahr schwer damit anzufangen. Aber dann nahm ich es mit auf die Zugfahrt und konnte 2 Tage lang kein Blick davon abwenden.
Klischees durch und durch! Langbeinige blonde Russin und steifer Deutscher kommen darin vor. (Wieso sind alle Russinnen blond und langbeinig =( Da fühlt man sich gleich wie eine Mißgeburt an ^^) Weiterlesen

Brief an Brad Pitt

Hallo Brad oder soll ich lieber sehr geehrter Herr Pitt schreiben?Wenigstens muss ich dich nicht mit Jolie anschrieben. Da warst du schon echt vorausschauend. 

Weisst du, vor etwa x Jahren, war ich in dich vernarrt. Meine Familie musste damals in meiner Pubertät deine Posters in der Wohnung ertragen. Mein armer Freund musste stets dulden, dass ich jedes Mal bei deinen Filmen „ach, was für ein Traummann“ flötete. Wie aber anders! Blond, gebräunt, muskulös…. dieser Gladiatorenfilm hat sicherlich nicht nur meine Hormone verrückt spielen lassen. Meine Mom ist da auch voll abgegangen, auch wenn sie das nicht vor Pa zeigte.

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Heimatchen

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Neulich wurde ich gefragt, wo denn meine Heimat sein. Ich wünschte, diese Frage würde sich leicht beantworten lassen.

Ich fühle mich an vielen Orten wohl. Viele Menschen geben mir das Gefühl bei ihnen angekommen zu sein. Doch die Heimat…wo ist sie bloß. Nein, es ist nicht Moskau. Moskau von damals gibt es nicht mehr. Immer wenn ich hinfahre, erkenne ich meine Stadt nicht, was mich voller Trauer erfüllt. Berlin? Ich liebe Berlin! Doch Heimat? Welche Punkte muss ein Ort erfüllen, um sich so zu nennen? Muss es überhaupt ein Ort sein, wo ich geboren bin oder wo ich lebe?

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Kurt und Jürgen

Stellt euch eine große Firma vor, in der 5 000 Mitarbeiter täglich 8 Stunden lang ihren Job verrichten. Um zu funktionieren, benötigt die Firma zig Abteilungen. In diesen Abteilungen sind taube Personen zerstreut. Und so freuen sie sich immer auf eine Betriebversammlung. Immer sitzen diese Tauben dort kuschelig nebeneinander und so manch einer Außenstehende bekommt das  Bild von Unzerütterlichkeit dieser Gruppe vermittelt.

Typic

In dieser großen Firma ist nur zwei Tauben das Glück vergönnt in der selben Abteilung zu  arbeiten. Kurt und Jürgen teilen sich ein Arbeitsplatz gemeinsam schon 25 Jahre. Aber das ist das Einzige was sie teilen.

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Klagelied einer kultivierten Tauben

Eigentlich macht es heute mehr Sinn irgendwas weihnachtliches zu schreiben. Doch wenn ich ehrlich bin, angesichts des fehlenden Schnee, rarer bunter Beleuchtung an Fenstern der Nachbarn und komischerweise halbleeren Geschäften (bestellen jetzt alle im Internet?) bin ich irgendwie noch nicht im Weihnachtsmodus.

Doch weil 24. Dezember in meinem Kalender fett und rot markiert ist und ich jetzt deshalb unterwegs im überfüllten Zug mit gut gelaunten Menschen und ihren XXL-Koffer fahre, habe ich endlich Zeit Confeta zu füttern.

Und weil Weihnachten doch Zeit der Besinnung ist, Zeit den Menschen zu zeigen, dass man selbst zu den Guten gehört und ein paar Scheine gern irgendwo spendet, will ich hier von Güte der Inklusion schreiben. Aber nicht von der Idee an sich, sondern von einem tollen Beispiel von dem so manche Inklusionswütige ein Scheibe abschneiden können.

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Die Tauben sind überall …

  Wenn ich im Bahnhof Schöneberg auf meinen Sbahn warte, bittet mich jedes Mal ein im wahrsten Sinne des Wortes verkacktes Schild um Unterlassung der Fütterung von Tauben. Sonst kommen sie immer wieder und verwandeln das schöne saubere Bahnhof in die große Toilette. Die Tauben sind also überall wo es Futter gibt. Ist vielleicht komisch, diese Assoziation, aber ich denke da an meine Geschichte zurück.

Im Vorab: Sie sind immer einem Risiko ausgesetzt, wenn Sie im ICE einen Sitzplatz für Schwerbehinderte für sich beanspruchen wollen. Und zwar dem Risiko den Tauben zu begegnen. Es muss man nicht als Risiko einsehen. Gelegentlich ist es auch schön für lange Stunden einen Gesprächpartner zu finden, mit dem man gebärden kann. Für mich persönlich sind die Stunden im Zig die einzigen Momente, in denen ich mit mir alleine bin. Ich kann meinen komischen Gedanken freien Lauf lassen, ich kann in meinem Laptop sämtliche Fotos sortieren, ich kann an mir vorbeirasenden Bäume zählen bis mir schwindelig wird und ich kann mir den Lebenslauf der Schaffnerin zusammenspinnen. Kurzum, es ist eine für mich wertvolle Zeit.  Weiterlesen